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Einsätze THW Naila
Einsätze THW Naila

Einsätze THW Naila (105)

Am Morgen des 3. Juli kam es zu einem verheerenden Busunfall auf der BAB 9 in Richtung Süden bei Stammbach. Ein Bus fuhr aus bisher ungeklärter Ursache auf einen LKW mit Anhänger auf. In unvorstellbar kurzer Zeit standen der Bus und der Anhänger in Vollbrand. Für 18 Personen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Unter den zahlreichen Rettungskräften war auch der Fachberater des Technischen Hilfswerkes Naila. In Absprache mit Polizei und dem Bergungsunternehmen wurde außerdem eine Gruppe des Ortsverbandes alarmiert, die ab den Mittagsstunden die Leichenbergung unterstützte. Dazu war auch der multifunktional einsetzbare Teleskophublader des Ortsverbandes vor Ort. Seine Aufgabe bestand darin, bei der Verladung der Fahrzeugwracks zu helfen, und im Anschluss den Brandschutt in Transportcontainer zu verbringen.

Durch die aufwändigen Arbeiten der Polizei und der Sachverständigen zog sich der Einsatz bis in die Abendstunden hin. Als die Helfer gegen 21.30 Uhr wieder in die Unterkunft zurückkamen, erfolgte noch eine Nachbesprechung unter Beteiligung eines Helfers des Einsatznachsorgeteams vom Ortsverband Bayreuth.

 

Das THW Naila stand anderen Behörden und Bedarfsträgern schon für viele verschiedene Aufträge zur Verfügung. Obwohl beim letzten Einsatz viele langjährig aktive Helfer dabei waren, hatte doch noch keiner ein solches Szenario bisher in Realität gesehen.

Da der technische Zug des Ortsverbandes Naila an diesem Wochenende eine Übung durchführte, war natürlich die integrierte Leitstelle über die bedingte Einsatzbereitschaft informiert. Umso verwunderter waren die Helfer als in der Nacht, als die ersten Teilnehmer der Übung bereits die Feldbetten im Zelt aufsuchen wollten, die Funkwecker alarmierten.

Nach kurzer Abklärung mit der Leitstelle war klar, dass ein "Transportauftrag" der Polizei vorlag. In den folgenden Stunden lernten so 15 Helfer des Ortsverbandes den intensiven Geruch von Cannabispflanzen kennen. Denn der Auftrag lautete eine im Bereich Selbitz ausgehobene Drogenplantage zu räumen und die Pflanzen für die Polizei an einen sicheren Ort zu verbringen. Um die 100 Pflanzen mit Größen bis ca. 2m Höhe füllten die LKW´s des THW.

Gegen 4.15 Uhr am nächsten Morgen fanden sich dann alle Helfer wieder aus dem realen Einsatz in der Übungsumgebung zurück und liesen das gerade Erlebte am Lagerfeuer noch einmal vorüberziehen.

 

Zum Auftakt des Frühlingsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Naila fand eine Großübung in einem Nailaer Autohaus statt.

Ein mit Milch beladener Gliederzug durchbrach auf der BAB A9 bei Berg/Bad Steben die Mittelleitblanke und stützte um. Aufgrund der Vollsperrung wurde das THW mit einem zweiten Fahrzeug zur Unfallabsicherung eingesetzt.

Bei Bauarbeiten auf einem Werksgelände in Selbitz hat am Dienstagvormittag ein Baggerfahrer eine 8 Bar Gashochdruckleitung beschädigt.

Es waren zwar örtlich starke Regenfälle gemeldet, jedoch gab es in Naila nicht mehr als dunkle Wolken zu sehen. Trotzdem riefen die Funkwecker zum Hochwassereinsatz.

So rückte die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen zusammen mit dem technischen Zug nach Eila, einem kleinen Dorf im Frankenwald aus. Dort angekommen, wurde jedem schnell klar, dass die Alarmierung berechtigt war.

Im folgenden wurde die Hochleistungspumpe Hannibal und mehrere Elektropumpen zum Einsatz gebracht, insbesondere um einen Teich zu entlasten, der überlief und dessen Damm zu brechen drohte.

Spät am Abend rückten die Helfer müde, aber nach erfolgreich verrichteter Arbeit wieder ein.

Um so erstaunter waren alle, als am folgenden Sonntag Nachmittag erneut alarmiert wurde. Es handelte sich um das gleiche Ziel. Hatte sich doch tatsächlich erneute eine sehr kleine aber intensive Gewitterzelle über Eila entladen. Und so wiederholte sich der Einsatz vom Vortag.

Gegen 4.45 Uhr am Montag morgen war der Einsatz dann endlich vollständig und erfolgreich beendet.

Sonntag um die Mittagszeit rief der Funkwecker den Fachberater zum Einsatz wegen eines Verkehrsunfalles mit mehreren Beteiligten auf die BAB 9.

Dieses System, das bei größeren Schadenslagen ein Fachberater des THW gleich bei der Erstalarmierung mit anfährt, hat sich nun seit mehreren Jahren bestens bewährt. Damit kann, ohne dass der gesamte Zug ausrücken muss, zeitnah die Klärung mit dem Einsatzleiter vor Ort stattfinden, ob das THW unterstützen kann.

Bei besagtem Unfall stellte sich schnell heraus, dass die Feuerwehr aus Selbitz direkt am Unfallort keine zusätzlichen Kräfte benötigte. Durch die erforderliche Vollsperrung baute sich jedoch rasch ein Stau auf. Nach kurzer Rücksprache mit Einsatzleiter und Polizei wurde entschieden, weitere Kräfte des THW-Naila zur Verkehrsabsicherung hinzuzurufen.

Bis die Unfallstelle wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, hatte sich der Stau vom Autobahnkreuz Bayerisches Vogtland bis weit über die Anschlussstelle Leupoldsgrün hinaus aufgebaut. Aber nach einigen Stunden konnten auch die Helfer, die die Absicherung übernommen hatten, mit dem guten Gefühl weitere Unfälle verhindert zu haben, wieder einrücken.

Zunächst sah es nach einem "ganz normalen" Einsatz zur Verkehrsabsicherung auf der BAB9

Fahrtrichtung Norden aus. Diese war zurückzuführen auf einen tödlichen Verkehrsunfall vom Nachmittag. Während der Verkehrsabsicherung ereignete sich ein Unfall auf gleicher Höhe auf der Gegenfahrbahn. Wie sich später herausstellte, hatte ein Mann einen Herzinfarkt erlitten. Geistesgegenwärtig eilten die THW-Helfer dem Kranken zur Hilfe. Sie Leistenden Erste Hilfe und sicherten die Unfallstelle ab.

Danach wurde die Verkehrsabsicherung fortgesetzt.


Im Folgenden wurde bei einem Lkw vor Münchberg Süd technische Hilfe geleistet. Danach lösten sich die Stauungen auf.

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Frankenpost

Am Dienstag 29.12.2015 gegen 20:20 Uhr wurde der Fachberater des THW Naila zu einem Großbrand eines Bauernhofes im Weißdorfer Ortsteil Bärlas gerufen.

Gegen 23 Uhr ging ein Feueralarm der Brandmeldeanlage der Heinrich Ströhla Holzwerke im Schwarzenbacher Ortsteil Rauschenhammermühle bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurde der Ernst der Lage erkannt und sofort eine Erhöhung der Alarmstufe auf Großbrand veranlasst. Eine Halle des Sägewerks stand in Vollbrand. Massive Flammen schlugen seitlich zehn Meter weit aus dem Gebäude in Richtung des direkt angrenzenden, bewaldeten Steilhangs. Viele Kilometer weit erhellte der Feuerschein den klaren Nachthimmel. Vom THW Naila wurde der Fachberater um 23:11 Uhr alarmiert.

Eine große Schwierigkeit ergab sich im Laufe des Einsatzes für die Rettungskräfte so tief im Tal gelegen, es gab keine zuverlässige Funkverbindung zur Leitstelle. Selbst der Kontakt zum westlichen Einsatzabschnitt war zeitweise unmöglich. Besonders bitter: Hoch auf dem Kamm über der Einsatzstelle thronte in Sichtweite ein Funksender für den neuen, digitalen Einsatzfunk für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Er war speziell hier errichtet worden, um die schlechte Funkversorgung im Bereich des brandgefährlichen Sägewerks zu verbessern. Geplante Indienststellung für die Feuerwehren: Anfang 2016. So musste stattdessen das Technische Hilfswerk Selb angefordert werden, um eine Funk-Relaisstation an der Einsatzstelle aufzubauen.

Um die Wasserversorgung zu verbessern, kam das Technische Hilfswerk Naila mit seiner Hannibal-Hochleistungspumpe zum Einsatz. Bei Bischofsmühle, rund zwei Kilometer von der Einsatzstelle entfernt, pumpte sie Wasser aus einem Teich in die Wilde Rodach, damit es Bach abwärts an der Einsatzstelle der Feuerwehr zur Verfügung stand. Zusätzlich wurden hier noch weitere Pumpen der Feuerwehr und mehrere Förderleitungen aufgebaut. Zudem kümmerte sich das THW Naila um die Spritversorgung der Pumpen für die Feuerwehr und die Logistikaufgaben, wie z.B. Schaummittelbesorgung. Das THW Kronach war ebenfalls mit Logistikaufgaben betreut von der andern Seite der Einsatzstelle.

Mit zunehmender Einsatzdauer stieg die Belastung der Helfer. Manche waren am Samstagmorgen bereits mehrere Stunden bei einem Brand einer Lagerhalle in Helmbrechts im Einsatz gewesen. Die Einsatzleitung war nur spärlich besetzt, da viele Funktionsträger an vorderster Front in der Brandbekämpfung eingebunden waren. Der Rewe-Supermarkt in Schwarzenbach am Wald versorgte die Einsatzstelle noch in der Nacht unbürokratisch mit Getränken, Müsliriegeln und Süßigkeiten als Energielieferanten. Später kümmerten sich das Rote Kreuz und Technische Hilfswerk im Wechsel um die Verpflegung mit belegten Brötchen, Würstchen und Gebäck.

Trotz aller Bemühungen können es die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass gegen 02:30 Uhr schließlich auch der vordere Teil des Sägewerks komplett in Flammen stand. Das Feuer hatte sich nun auf 400 Metern den gesamten Gebäudekomplex einverleibt und buchstäblich dem Erdboden gleich gemacht. Zurück blieben riesige, glühende Berge aus Schutt, stehengebliebene Stahlgerippe und Betonpfeiler, verglühte Überreste von Maschinen und einige wenige stark einsturzgefährdete Mauern.

Die Anzahl der Einsatzkräfte war zwischenzeitlich auf über 500 angewachsen, davon rund 400 Feuerwehrleute. Um das ganze Ausmaß bewältigen zu können, wurde gegen vier Uhr schließlich der Katastrophenfall ausgerufen.

Gegen sechs Uhr zog die Einsatzleitung ein weiteres Mal um. Diesmal an den Sportplatz, wo das Technische Hilfswerk Selb eine mobile Führungsstelle aufgebaut hatte. Zur Mittagszeit hin wurde das THW Hof zur Einsatzstelle gerufen um die Einsatzkräfte mit Speisen zu versorgen.

Das große Silo bereitete weiterhin Kopfzerbrechen. Es wurde ein Sachverständiger angefordert, um die Einsturzgefahr zu beurteilen. Aus Selb wurde schließlich ein Fachberater von der Feuerwehr Selb zur Einsatzstelle gebracht. Dieser konnte jedoch Entwarnung geben. Das THW Kulmbach war vor Ort, um sich die Örtlichkeit zum Sprengen anzuschauen, dies war allerdings nicht mehr notwendig. Von dem Silo geht keine Gefahr aus. Die anderen Gebäudeteile, die stark einsturzgefährdet waren, wurden mit dem Radlader des Technischen Hilfswerks Naila kontrolliert zum Einsturz gebracht.

Bis zum Abend konnte die Anzahl der verbliebenen Einsatzkräfte immer weiter reduziert werden. Für die zweite Nacht reichte eine kleine Abordnung für die Brandwache aus. Unterstützt wurde sie von der Fachgruppe Beleuchtung des Technischen Hilfswerks Pegnitz, die die Einsatzstelle die Nacht über ausleuchtete. In der Nacht zu Montag wurden durch das THW Naila an verschiedenen Standorten die zusätzlichen Beleuchtungen aufgebaut.

Am Montag um 11 Uhr wurde schließlich der Katastrophenfall wieder aufgehoben. Am Ende waren insgesamt über 1200 Kräfte im Einsatz. Die überwiegende Mehrheit davon ehrenamtlich.

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