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Montag, den 04. Juli 2005 um 16:40 Uhr

Weitere Hilfe in Indonesien durch Helfer des OV-Naila

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Die Ablösung von W. Peter durch C. Winkler in Sinabang am 6. Mai. Die Ablösung von W. Peter durch C. Winkler in Sinabang am 6. Mai.

Nimmt man die Einsätze der Tsunamikatastrophe hinzu, so kann man davon sprechen, dass der Ortsverband Naila seit Ende 2004 bis einschließlich Mai 2005 nahezu durchgehend Hilfe im indischen Ozean von Sri Lanka bis zur Insel Simeulue, die zu Indonesion gehört, leistet. Der Einsatz auf Simeulue war nötig, da ein Erdbeben der Stärke 8,5 am 28. März die gesamte Trinkwasserversorgung der Insel zerstört hatte.

Christoph startete zu seinem bisher längstem Auslandseinsatz am 4. Mai und kehrte am 29. Mai nach 4 anstrengenden Wochen nach Deutschland zurück.

Nach der abenteuerlichen Anreise mittels eines gecharterten Polizeiflugzeuges und der anschließenden Fahrt zum 4 km außerhalb Sinabangs gelegenen Camp, konnte die Trinkwasseraufbereitungsanlage vom Vorgängerteam übernommen werden.
Da die Anlagen bereits strapaziöse Einsätze in Banda Aceh hinter sich hatten, war der Betrieb häufig nur durch Improvisation und Beschaffungstalent aufrecht zu erhalten. Besorgungsfahrten arteten zu Tagesreisen aus, da ein Fortkommen auf den Straßen nur unterhalb von 20 km/h möglich ist und da die benötigten Materialien häufig nicht verfügbar waren, ganz zu schweigen von der Verkehrsdisziplin. Noch heute ist unklar, ob dort wirklich Linksverkehr herrscht.

Auf Simeulue sind Touristen unbekannt, trotzdem (oder deshalb?) war die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden sehr kooperativ und die Bevölkerung kann als besonders freundlich beschrieben werden.

Trotz der widrigen Umstände seitens der Technik und der anstrengenden klimatischen Bedingungen mit teils über 40 Grad, häufigen tropischen Regengüssen, Moskitos und Schmutz, gelang es dem fünfköpfigen Team die Trinkwasserversorgung durchgehend sicherzustellen.

Durch die geringe Teamstärke musste besondere Vorsicht darauf verwendet werden, die eigene Gesundheit oben anzustellen, um krankheitsbedingte Ausfälle unbedingt zu vermeiden. Dies gelang erfolgreich, auch wenn  wegen der Malariagefahr (also nicht nur wegen der Religion auf der Insel) ständig lange Kleidung getragen werden mußte.

Abschließend kann festgestellt werden, dass auch mit diesem erfolgreichen Einsatz, wieder wichtige Erfahrungen gesammelt werden konnten, die bei zukünftigen Herausforderungen gewinnbringend genutzt werden können.

Zuletzt geändert am: Sonntag, den 14. November 2010 um 00:32 Uhr