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Montag, den 09. Juni 2014 um 11:39 Uhr

THW nun auch mit Trinkwasseraufbereitung auf dem Balkan

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Zwei Wochen nachdem die ersten Einheiten des Technischen Hilfswerks von Serbien zum Kampf gegen die Wassermassen angefordert wurden dauert der Einsatz noch immer an. Die HCP (High Capacity Pumping)-Module aus Nordrhein-Westfalen und Bayern waren zunächst in Serbien in der Stadt Kostolac tätig. Ihre Aufgabe war es, die Wassermassen des Flusses Mlava vom örtlichen Kraftwerk fernzuhalten. Mit 50.000 Litern Pumpleistung pro Minute arbeiteten dafür 6 Hochleistungspumpen parallel. Mittlerweile wurden die Einheiten nach Obrenovac süd-östlich von Belgrad verlegt, wo es galt, das größte Kraftwerk des Landes einsatzfähig zu halten.

Für das kommende Wochenende ist ein Personalwechsel geplant. Dann wird auch der Nailaer Wolfgang Peter wieder zurück erwartet. Die Hochleistungspumpe des THW-Naila wird weiter im Einsatz bleiben. Mit dem Personalwechsel wird auch eine Verlegung der beiden HCP-Module von Serbien nach Bosnien erfolgen. Der genaue Einsatzort ist jedoch noch nicht bekannt. In Bosnien arbeiten bereits zwei weitere Einheiten.
Am letzten Wochenende gab es dann einen weiteren Alarm für das Technische Hilfswerk in Naila. Angefordert wurde Christoph Winkler, der für die SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser) als Trinkwasserlaborant ausgebildet ist. Zusammen mit zwei weiteren Kollegen, erkundete er Einsatzoptionen in Serbien, nachdem er noch am Abend nach der Alarmierung nach Belgrad geflogen war. Auf dem Landweg wurde währenddessen das Team mit dem Material zur Trinkwasseraufbereitung nachgeführt. So wurde schließlich in der Stadt Obrenovac die Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert. Diese produziert seitdem ca.6.000 Liter Wasser pro Stunde, was für die Versorgung von ca. 8000 Menschen ausreicht. Bevor das Wasser von den THW-Spezialisten an die Bevölkerung abgegeben wird, ist es die Aufgabe von Christoph Winkler mit seinem mobilen Labor die Qualität des Wassers zu prüfen. Während die Anlage durchgehend weiterhin Wasser produziert, überprüfen die THW-Experten die Trinkwasserversorgung der Gegend und geben die Anlagen, die sauberes unverseuchtes Wasser liefern, Zug um Zug wieder zur Nutzung frei.
 

Das beigefügte Bild zeigt Christoph Winkler (links) zusammen mit Harald Lotter vom THW Ortsverband Schweinfurt vor der Trinkwasseraufbereitungsanlage und den davor liegenden mit aufbereitetem Trinkwasser gefüllten Blasen.

 

Zuletzt geändert am: Montag, den 09. Juni 2014 um 11:45 Uhr