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Mittwoch, den 09. November 2005 um 15:24 Uhr

Erdbeben in Pakistan

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Am 8. Oktober ereignete sich in der Region Kaschmir im nördlichen Pakistan ein schweres Erdbeben,  bei dem mehr als 70.000 Menschen ums Leben kamen, 100.000 schwer verletzt wurden und mehr als 3 Millionen obdachlos wurden. Das Beben hatte die Stärke 7,6 und bisher wurden weit über 1000 Nachbeben registriert.

Im Rahmen der World Health Organisation (WHO) der Vereinten Nationen wurde von Deutschland aus die Schnell Einsatz Einheit Wasserversorgung Ausland (SEEWA) des Technischen Hilfswerks entsandt. Zu dieser Einheit gehören auch die beiden Trinkwasserspezialisten Wolfgang Peter und Christoph Winkler des Ortsverbandes Naila, welche je für zwei Wochen in der Krisenregion tätig waren. Dort stellten sie die Produktion von 200.000 Liter Trinkwasser pro Tag für die betroffene Bevölkerung sicher.

Bei ihrem Aufenthalt bekamen sie die Folgen dieser Katastrophe hautnah zu spüren, da knapp eine Woche nach dem Beben die internationale Hilfe gerade erst anlief. Angefangen von erheblichen Problemen in der Infrastruktur bis hin zu dem schier unerträglichen Verwesungsgeruch in den Städten, waren dies nur einige der unzähligen Probleme, die während dieses Einsatzes auf die Hilfskräfte zu kamen. In Kooperation mit Einsatzkräften der Bundeswehr, welche von der ISAF aus Afghanistan nach Pakistan geschickt wurden, konnten die beiden jedoch die Schwierigkeiten überwinden.

Die Einsatzgebiete lagen in den Städten Muzaffarabad und Balakot, welche sich ca. 120 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Islamabad im Hindukusch befinden. Beide Städte waren fast vollständig zerstört worden, und in den ersten Tagen nur über den Luftweg zu erreichen. Zu den Aufgabengebieten zählte nicht nur die Aufbereitung von Wasser, sondern auch die Verteilung an die Bevölkerung, Reparatur des Trinkwassernetzes der Städte und die qualitative Überprüfung des Wassers anderer Hilfsorganisationen. Durch die verbesserte Trinkwasserqualität konnte die Ausbreitung von Seuchen, wie z.B. Cholera, Typhus,…  verhindert werden.
In der Region die auf ca. 1100m über dem Meeresspiegel liegt, ist Eile geboten, da in einigen Wochen der Winter einbricht. Die Bevölkerung muss bis dahin in Notunterkünften versorgt sein, da sonst von weiteren Todesopfern ausgegangen werden muss.

Der Einsatz des Technischen Hilfswerkes wird bis Mitte Dezember dauern, da bis dahin vermutlich die größten Schäden in der Wasserversorgung behoben sein werden.

Zuletzt geändert am: Freitag, den 13. August 2010 um 15:30 Uhr

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