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Freitag, den 10. Februar 2006 um 15:50 Uhr

Schneechaos - Dach der Firma Deuta von Schneemassen befreit

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Die extremen Schneefälle der letzten Tage zeigen nun auch in den Höhenlagen des Frankenwaldes ihre Wirkung. Besonders die Kombination mit den recht heftigen Winden sorgt in speziellen Lagen für erhebliche Schneeverfrachtungen.

So war es denn auch nicht verwunderlich, als am Freitag unser Ortsbeauftragter von Verantwortlichen der Deuta-Werke in Schwarzenbach am Wald gerufen wurde, um die Beseitigung der Dachlasten anzugehen.

Gegen 13.00 Uhr rückten dann 17 Helfer mit Schaufeln und Schneehexen bewaffnet an. Mit den frischen Kräften und der Möglichkeit in den Randbereichen und auf einem Vorhängedach den Arm des Merlo effektiv einsetzen zu können, gab es auch gute Fortschritte. Trotzdem musste abends beim Einbruch der Dämmerung festgestellt werden, dass noch riesige Mengen von Schnee, besonders auf dem Hauptdach verblieben waren.

Besonders wichtig bei solchen Einsätzen ist es, Augenmerk auf die Sicherheit zu legen, weshalb alle kritischen Bereiche wie Lichtkuppeln mit Sprühfarbe gekennzeichnet wurden. Eine bei Beginn des Einsatzes durchgeführte Dachlastermittlung ergab, dass mit ca. 160 kg pro Quadratmeter zu rechnen war.

Nach dem Auftanken der Kräfte durch die Nachtruhe ging es dann um 8.00 Uhr am Samstag mit dem technischen Zug wieder nach Schwarzenbach. Dabei wurde auch erstmals die ZMZ (zivil militärische Zusammenarbeit) mit den Reservisten der Bundeswehr erprobt. Acht Kameraden halfen dann auch tatkräftig mit.
Da gegen Mittag absehbar war, dass die Aufgabe ohne weitere Kräfte an diesem Tag nicht bewältigbar sei, wurde kurzentschlossen der Ortsverband Kronach um Hilfe gebeten, den Einsatz zu unterstützen. So konnten die Kameraden dann auch gegen 14.00 Uhr mit der stattlichen Zahl von 25 Helfern begrüßt und eingewiesen werden.

Durchgehend mussten die vom Dach geworfenen Schneemassen mit dem Merlo aus dem Nahbereich der Gebäude abtransportiert werden. Oben hingegen wurde zusätzlich zu den Schaufeln und Schneehexen auch eine Motorfräse eingesetzt. Die in der Mitte des Daches liegenden Mengen wurden mittels eines Schubkarrenpendelverkehrs über den Rand des Daches gebracht.Schließlich gelang es mit den eingesetzten Kräften bis zum Abend den Einsatz erfolgreich abzuschließen. Trotz der hervorragenden Verpflegung der Helfer durch die Firma Deuta über den ganzen Tag hinweg, waren am Abend alle Kräfte der totalen körperlichen Erschöpfung sehr nahe.

Zuletzt geändert am: Freitag, den 13. August 2010 um 16:02 Uhr