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Donnerstag, den 10. August 2006 um 11:25 Uhr

THW Naila im Pumpeneinsatz an der Kläranlage Ludwigsstadt

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Das Technische Hilfswerk Naila ist in weitem Umkreis gefragt, wenn es um besondere Einsätze rund ums Wasser geht. Jetzt pumpten die Männer die Kläranlage in Ludwigsstadt mit ab.

Es ging darum, das Nachklärbecken in der Kläranlage der Stadt Ludwigsstadt leerzupumpen. Dies war nötig, um neue Räumschilde zu installieren und den Beton an den Innenwänden des Beckens zu untersuchen. Dazu musste das Becken mit einem Fassungsvermögen von 1,7 Millionen Liter komplett entleert werden.

13 Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks Kronach trafen zusammen mit drei weiteren Helfern der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des THW Naila gegen 18 Uhr an der Kläranlage ein, wo sie schon von den Klärwärtern und 13 Männern und Frauen der Feuerwehr Ludwigsstadt erwartet wurden.

Die Feuerwehrleute hatten bereits Strahler und einen so genannten Powermoon aufgestellt, um die Einsatzstelle taghell auszuleuchten. Innerhalb kurzer Zeit waren die Schlauchleitungen unter der Leitung von Zugführer Ralf Trebes und den stellvertretenden Kommandanten Christian Heyder und Stefan Kuen verlegt und die Pumpen einsatzbereit. Besonders bei der Verlegung der schweren Saugleitungen der Hochleistungspumpe aus Naila mussten alle Helfer mit anpacken. Nachdem auch das 50-kVA-Aggregat des THW Kronach einsatzbereit war, schlossen die Klärwärter Martin Treuner und Karl Heinz Kirsch den Zulauf vom Belebungsbecken ins Nachklärbecken, so dass mit den Pumparbeiten begonnen werden konnte.

Zunächst pumpten die THW-ler das Klarwasser an der Oberfläche, welches nicht so stark verunreinigt war, ab. Die Pumpen wurden dann nach und nach dem sinkenden Pegelstand angepasst. Als Zwischenspeicher dienten die Schlammsilos der Kläranlage.

Gegen 23:15 Uhr war das Nachklärbecken bereits so weit geleert, dass alle Pumpen mit einer Ausnahme abgeschaltet werden konnten. Kurz nach Mitternacht hatte die Feuerwehr den Schlamm im Becken grob abgespritzt, so dass die Montagefirma am nächsten Morgen mit den Austauscharbeiten der Räumschilde beginnen und das Ingenieurbüro den Beton untersuchen konnte.

Anschließend begann der unangenehmste Teil der Arbeit für die freiwilligen Helfer. Die Pumpen und Schläuche, die stundenlang im Klärbecken gestanden und gelegen hatten, mussten herausgezogen und zumindest grob gereinigt werden. Aber gegen 2 Uhr war auch diese Arbeit erledigt, die Pumpen, Schläuche und Geräte wieder auf den Fahrzeugen verstaut.

Das THW Naila war mit einem Gerätekraftwagen, einem Lkw mit Ladebordwand und einer 5000-Liter-Hochleistungspumpe und 2 Mast-Pumpen vor Ort.

Insgesamt wurden vier Pumpen mit einer Gesamtförderleistung von annähernd 13 000 Litern pro Minute eingesetzt.

1,7 Millionen Liter Abwasser pumpte das THW innerhalb weniger Stunden ab