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Einsätze/Übungen
Samstag, den 10. Oktober 2015 um 23:17 Uhr

Brunnenreinigung

Geschrieben von Werner Meyer

Die spärliche Vorinformation lautete: Reinigung eines 10m tiefen Brunnens....

Freitag, den 25. September 2015 um 21:33 Uhr

Großübung in Helmbrechts

Geschrieben von Boe

Am 25.September lud die Feuerwehr Helmbrechts zu einer B6 Übung ein. Hierbei war das THW Naila mit vier Fahrzeugen zur Übungsstelle angerückt. Das Übungsgelände war ein Fabrikgebäude in der Münchberger Straße in Helmbrechts. Großübung der Feuerwehren, THW sowie BRK.

Gegen 23 Uhr ging ein Feueralarm der Brandmeldeanlage der Heinrich Ströhla Holzwerke im Schwarzenbacher Ortsteil Rauschenhammermühle bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurde der Ernst der Lage erkannt und sofort eine Erhöhung der Alarmstufe auf Großbrand veranlasst. Eine Halle des Sägewerks stand in Vollbrand. Massive Flammen schlugen seitlich zehn Meter weit aus dem Gebäude in Richtung des direkt angrenzenden, bewaldeten Steilhangs. Viele Kilometer weit erhellte der Feuerschein den klaren Nachthimmel. Vom THW Naila wurde der Fachberater um 23:11 Uhr alarmiert.

Eine große Schwierigkeit ergab sich im Laufe des Einsatzes für die Rettungskräfte so tief im Tal gelegen, es gab keine zuverlässige Funkverbindung zur Leitstelle. Selbst der Kontakt zum westlichen Einsatzabschnitt war zeitweise unmöglich. Besonders bitter: Hoch auf dem Kamm über der Einsatzstelle thronte in Sichtweite ein Funksender für den neuen, digitalen Einsatzfunk für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Er war speziell hier errichtet worden, um die schlechte Funkversorgung im Bereich des brandgefährlichen Sägewerks zu verbessern. Geplante Indienststellung für die Feuerwehren: Anfang 2016. So musste stattdessen das Technische Hilfswerk Selb angefordert werden, um eine Funk-Relaisstation an der Einsatzstelle aufzubauen.

Um die Wasserversorgung zu verbessern, kam das Technische Hilfswerk Naila mit seiner Hannibal-Hochleistungspumpe zum Einsatz. Bei Bischofsmühle, rund zwei Kilometer von der Einsatzstelle entfernt, pumpte sie Wasser aus einem Teich in die Wilde Rodach, damit es Bach abwärts an der Einsatzstelle der Feuerwehr zur Verfügung stand. Zusätzlich wurden hier noch weitere Pumpen der Feuerwehr und mehrere Förderleitungen aufgebaut. Zudem kümmerte sich das THW Naila um die Spritversorgung der Pumpen für die Feuerwehr und die Logistikaufgaben, wie z.B. Schaummittelbesorgung. Das THW Kronach war ebenfalls mit Logistikaufgaben betreut von der andern Seite der Einsatzstelle.

Mit zunehmender Einsatzdauer stieg die Belastung der Helfer. Manche waren am Samstagmorgen bereits mehrere Stunden bei einem Brand einer Lagerhalle in Helmbrechts im Einsatz gewesen. Die Einsatzleitung war nur spärlich besetzt, da viele Funktionsträger an vorderster Front in der Brandbekämpfung eingebunden waren. Der Rewe-Supermarkt in Schwarzenbach am Wald versorgte die Einsatzstelle noch in der Nacht unbürokratisch mit Getränken, Müsliriegeln und Süßigkeiten als Energielieferanten. Später kümmerten sich das Rote Kreuz und Technische Hilfswerk im Wechsel um die Verpflegung mit belegten Brötchen, Würstchen und Gebäck.

Trotz aller Bemühungen können es die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass gegen 02:30 Uhr schließlich auch der vordere Teil des Sägewerks komplett in Flammen stand. Das Feuer hatte sich nun auf 400 Metern den gesamten Gebäudekomplex einverleibt und buchstäblich dem Erdboden gleich gemacht. Zurück blieben riesige, glühende Berge aus Schutt, stehengebliebene Stahlgerippe und Betonpfeiler, verglühte Überreste von Maschinen und einige wenige stark einsturzgefährdete Mauern.

Die Anzahl der Einsatzkräfte war zwischenzeitlich auf über 500 angewachsen, davon rund 400 Feuerwehrleute. Um das ganze Ausmaß bewältigen zu können, wurde gegen vier Uhr schließlich der Katastrophenfall ausgerufen.

Gegen sechs Uhr zog die Einsatzleitung ein weiteres Mal um. Diesmal an den Sportplatz, wo das Technische Hilfswerk Selb eine mobile Führungsstelle aufgebaut hatte. Zur Mittagszeit hin wurde das THW Hof zur Einsatzstelle gerufen um die Einsatzkräfte mit Speisen zu versorgen.

Das große Silo bereitete weiterhin Kopfzerbrechen. Es wurde ein Sachverständiger angefordert, um die Einsturzgefahr zu beurteilen. Aus Selb wurde schließlich ein Fachberater von der Feuerwehr Selb zur Einsatzstelle gebracht. Dieser konnte jedoch Entwarnung geben. Das THW Kulmbach war vor Ort, um sich die Örtlichkeit zum Sprengen anzuschauen, dies war allerdings nicht mehr notwendig. Von dem Silo geht keine Gefahr aus. Die anderen Gebäudeteile, die stark einsturzgefährdet waren, wurden mit dem Radlader des Technischen Hilfswerks Naila kontrolliert zum Einsturz gebracht.

Bis zum Abend konnte die Anzahl der verbliebenen Einsatzkräfte immer weiter reduziert werden. Für die zweite Nacht reichte eine kleine Abordnung für die Brandwache aus. Unterstützt wurde sie von der Fachgruppe Beleuchtung des Technischen Hilfswerks Pegnitz, die die Einsatzstelle die Nacht über ausleuchtete. In der Nacht zu Montag wurden durch das THW Naila an verschiedenen Standorten die zusätzlichen Beleuchtungen aufgebaut.

Am Montag um 11 Uhr wurde schließlich der Katastrophenfall wieder aufgehoben. Am Ende waren insgesamt über 1200 Kräfte im Einsatz. Die überwiegende Mehrheit davon ehrenamtlich.

Am Morgen des 27.6 wurde das THW Naila von der Leitstelle Hochfranken auf die BAB 9 alarmiert. Angefordert wurden die Nailaer vom Nachbar OV aus Hof.

Samstag, den 28. Februar 2015 um 20:18 Uhr

Neue Motorsägenführer für GFB Hof

Geschrieben von Werner Meyer

Gute Ausbildung ist das A&O für schlagkräftige Einsatzkräfte. Diese Binsenwahrheit haben sich ca. 30 THWler aus dem Geschäftsführerbereich Hof zu Herzen genommen und sich zur Ausbildung zum Motorsägenführer gemeldet. So sammelten sich die Helfer an drei Samstagen im Januar und Februar im Ortsverband Naila, um den theoretischen und später praktischen Ausführungen der beiden Ausbilder aufmerksam zu folgen. Dass es dabei keine Minute langweilig wurde, lag an der professionellen und äußerst fachkundigen Stoffvermittlung von Gert Färber mit seinem Partner Andreas Liebl. Beide haben nicht nur die THW-Ausbildereignung, sondern sind in dieser Materie auch hauptberuflich tätig. So fiel es ihnen leicht, die neuesten Inhalte und Vorschriften an Helfer aus den Ortsverbänden Kulmbach, Kronach, Weiden, Hof und natürlich Naila weiter zu geben.

Während Vorhänge-, Rückhängeschnitt oder auch "Lesen des Baumes" geübt wurden, zauberte in der Unterkunft Köchin Sarah Köstner fast schon zu feine Köstlichkeiten im Vergleich zu diesem harten und groben Handwerk.

Nachdem am ersten Samstag Theorie im Vordergrund stand, ging es beim nächsten dann in die Tiefen des Frankenwaldes bei Wallenfels. Dort im teils steilen Gelände hatte der Nailaer Helfer Christoph Winkler vom Forst Nordhalben ein Waldstück mit zum Fällen markierte Bäume zum Üben zur Verfügung gestellt. Am letzten Samstag stand dann das gefährliche Bearbeiten von Bäumen unter Spannung auf dem Plan. Dazu hatte Ausbildungsleiter Gert Färber einen Baumbiegesimulator mitgebracht. In einem solchen Gerät können Baumstämme unter verschiedene Spannungsbedingungen gebracht werden. Damit kann diese sehr gefährliche Situation unter kontrollierten Bedingungen geübt werden.

Am späten Nachmittag konnten dann die Helfer die Ausbildungsurkunden in Empfang nehmen. Den Ausbildern wurde nochmals ausdrücklich gedankt. Danach durften sich alle Beteiligten zufrieden auf den Weg ins Restwochenende machen.

Samstag, den 31. Januar 2015 um 21:01 Uhr

THW Naila funkt digital

Geschrieben von Werner Meyer

Bei den Einsatzorganisationen ist die Nutzung modernster Informationstechnik nicht mehr weg zu denken. Besonders der Einsatz von digitalen Funkgeräten wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. In Deutschland schreitet der flächendeckende Aufbau des Digitalfunks voran. In immer mehr Regionen können die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen den neuen BOS-Funk nutzen. Auch für Oberfranken ist der Probebetrieb für Mitte des Jahres geplant. Wegen der bundesweiten Einsatzstruktur wurden alle Einsatzeinheiten des THW mit Digitalfunkgeräten ausgerüstet. Bei einem Lehrgang durch den Funk-Bereichsausbilder Udo Wende wurden die Nailaer THW'ler an den neuen Sprech – und Datenfunkgeräten eingewiesen. Schon bei der Einführung zeigte sich, dass der Digitalfunk für die Sicherheitsbehörden und den Hilfskräften enorme Vorteile bringt, da alle Behörden und Organisationen ein bundesweit einheitliches, flächendeckendes Netz verwenden. So wird eine bundesweite Kommunikation ermöglicht die neue Formen der Zusammenarbeit bietet. Auch hat der Digitalfunk eine deutlich verbesserte Sprachqualität, da Umgebungsgeräusche unterdrückt bzw. gefiltert werden. Erhebliche Vorteile bietet auch die abhörsichere Einzel. - oder Gruppenkommunikation. Da jedes digitale Gerät über eine individuelle Adresse verfügt, können die Teilnehmergruppen bei Großschadenslagen großräumig zusammengeschaltet werden. Zur eigenen Sicherheit der Einsatzkräfte sind die Funkgeräte mit einer Notruftaste ausgestattet. Durch das Drücken der Notruftaste wird eine Sprechverbindung mit Vorrang vor allen anderen Teilnehmern aufgebaut. Auf diese Weise können Meldungen sofort an die Leitstelle weitergeleitet werden. Verfügen die Funkgeräte zusätzlich über einen "GPS" –Empfänger, kann der Hilfesuchende seine genaue geographische Position übermitteln. Nach der Ausbildung mussten die Lehrgangsteilnehmer bei einer Prüfung ihr digitales Wissen unter Beweis stellen. Bei einer anschließenden Funkübung im Stadtbereich von Naila wurden die neuen Funkgeräte von den THW Helfern im TMO Betrieb (Netzbetrieb) getestet.

 

Ein furchtbarer Unfall ereignete sich am Freitag abend gegen 19.00 Uhr auf der BAB 9.

Zwei Wochen nachdem die ersten Einheiten des Technischen Hilfswerks von Serbien zum Kampf gegen die Wassermassen angefordert wurden dauert der Einsatz noch immer an. Die HCP (High Capacity Pumping)-Module aus Nordrhein-Westfalen und Bayern waren zunächst in Serbien in der Stadt Kostolac tätig. Ihre Aufgabe war es, die Wassermassen des Flusses Mlava vom örtlichen Kraftwerk fernzuhalten. Mit 50.000 Litern Pumpleistung pro Minute arbeiteten dafür 6 Hochleistungspumpen parallel. Mittlerweile wurden die Einheiten nach Obrenovac süd-östlich von Belgrad verlegt, wo es galt, das größte Kraftwerk des Landes einsatzfähig zu halten.

Für das kommende Wochenende ist ein Personalwechsel geplant. Dann wird auch der Nailaer Wolfgang Peter wieder zurück erwartet. Die Hochleistungspumpe des THW-Naila wird weiter im Einsatz bleiben. Mit dem Personalwechsel wird auch eine Verlegung der beiden HCP-Module von Serbien nach Bosnien erfolgen. Der genaue Einsatzort ist jedoch noch nicht bekannt. In Bosnien arbeiten bereits zwei weitere Einheiten.
Am letzten Wochenende gab es dann einen weiteren Alarm für das Technische Hilfswerk in Naila. Angefordert wurde Christoph Winkler, der für die SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser) als Trinkwasserlaborant ausgebildet ist. Zusammen mit zwei weiteren Kollegen, erkundete er Einsatzoptionen in Serbien, nachdem er noch am Abend nach der Alarmierung nach Belgrad geflogen war. Auf dem Landweg wurde währenddessen das Team mit dem Material zur Trinkwasseraufbereitung nachgeführt. So wurde schließlich in der Stadt Obrenovac die Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert. Diese produziert seitdem ca.6.000 Liter Wasser pro Stunde, was für die Versorgung von ca. 8000 Menschen ausreicht. Bevor das Wasser von den THW-Spezialisten an die Bevölkerung abgegeben wird, ist es die Aufgabe von Christoph Winkler mit seinem mobilen Labor die Qualität des Wassers zu prüfen. Während die Anlage durchgehend weiterhin Wasser produziert, überprüfen die THW-Experten die Trinkwasserversorgung der Gegend und geben die Anlagen, die sauberes unverseuchtes Wasser liefern, Zug um Zug wieder zur Nutzung frei.
 

Das beigefügte Bild zeigt Christoph Winkler (links) zusammen mit Harald Lotter vom THW Ortsverband Schweinfurt vor der Trinkwasseraufbereitungsanlage und den davor liegenden mit aufbereitetem Trinkwasser gefüllten Blasen.

 

Kurz nach 17.00 Uhr klingelte am heutigen Samstag das Telefon. Über die Geschäftstelle Hof wurde informiert, dass für das THW Naila soeben ein Einsatzbefehl vom Landesverband Bayern eingegangen ist.

Ein mit über 21 Tonnen Flachglas beladener LKW durchbrach am 29.4.14 die Mittelleitplanke auf der Brücke in der „Münchberger Senke".

Der LKW kippte auf der Gegenfahrbahn um., und die gesamte Ladung verteilte sich in Form von gebrochenen Glasscheiben und Glassplitter über die Fahrbahnen.

Sofort wurde von der ILS Hochfranken ein Großalarm ausgelöst, bei dem auch der Fachberater des THW Naila alarmiert wurde.

 

Die Absicherung der Unfallstelle übernahmen die THW Ortsverbände Hof und Kulmbach.

 

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