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Einsätze/Übungen
Freitag, den 18. April 2014 um 10:28 Uhr

Einsatzübung "Bergung und Rettung" in Selb

Geschrieben von Werner Meyer

Das riesige Fabrikgelände der ehemaligen Hutschenreuther Porzellanfabrik in Selb steht kurz vor dem Abriss und ist somit ein hervorragendes Übungsgelände für das THW.


Zum angenommenen Bergungseinsatz rückte der MTW des Zugtrupps und der MzKW mit einer Bergungsgruppe nach Selb aus. Doch zuvor musste nach Verlesen des Einsatzbefehls erst sichergestellt werden, dass auch die richtige Ausrüstung verladen wurde. Auf dem Übungsgelände war dann zunächst der Zugtrupp durch eine Erkundung mit den Informationen für eine Lageskizze zu versorgen.

Im weiteren Verlauf wurde Gebäudeerkundung, Zugang in ein Obergeschoss über Leitern, Bergung von Schwerverletzten aus Obergeschossen durch Fenster mit einfachen Hilfsmitteln und auch Wanddruchbrüche geübt. Auch das Löschen eines Entstehungsbrandes mittels Feuerlöschern stand wiedereinmal mit auf dem Plan.

Zur gleichen Zeit übten auf dem Gelände vier weitere Ortsverbände des THW die Bewältigung verschiedener Schadensszenarien.

Ein Großbrand in einer Papierfabrik in Brunnenthal bei Hof forderte am Donnerstag über 300 Einsatzkräfte, die aus dem gesamten Landkreis kamen.

Ca. 6000 Tonnen in Ballen gepresstes Altpapier hatten sich entzündet, die auf dem Firmengelände gelagert waren. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Löschwasser nur langsam in die Papierballen eindringen konnte. Wegen der extremen Rauchentwicklung konnte nur mit Atemschutz gearbeitet werden.

Aufgrund der Einsatzlage wurden durch den Fachberater des THW Ortsverband Hof die Ortsverbände Hof und Naila zur Unterstützung der Feuerwehr hinzugezogen.

Eingesetzt wurden die THW Helfer bei den Löscharbeiten unter Atemschutz.

Da sich der Einsatz bis zum nächsten Tag hinzog, wurde die Einsatzstelle während der Nacht durch die beiden Ortsverbände ausgeleuchtet.

Im Schleifmühlweg hatte sich in den letzten Tagen eine große Pappel immer mehr geneigt. Daraufhin kontaktierte der Hausverwalter ein örtliches Baumpflegeunternehmen. Dieses wiederum forderte dann am Dienstag das THW Naila an.

Der Morgen des 27.1.14 begann für einige Helfer des THW Naila schon sehr früh, genauer gesagt um 3:50 Uhr. LKW Unfall BAB9, hieß die Mitteilung, mit der die Helfer vom Alarmempfänger geweckt wurden. Bereits kurze Zeit später war der Nailaer Fachberater an der Unfallstelle eingetroffen.

"Fachberater Einsatz nach VU LKW mit eingeklemmter Person auf der A9 Fahrtrichtung Süden auf Höhe des Saaleabstiegs" lautete die Durchsage für das THW Naila, als am 30.8. nachmittags die Funkmeldeempfänger schrillten.

Nach Alarmierung der Verbindungsperson des THW-Naila am 2.8.2013, war schnell die aktuelle Lage in Markersreuth bekannt.

Staubexplosion eines Trockungsofens für Grünfütter in der
Raiffeisen-Trockungungsgesellschaft.

Die Helferrinnen und Helfer des THW-Naila sind aus dem Passauer Hochwassergebiet nach Naila zurückgekehrt. Nun heißt es aufräumen und das im Einsatz verwendete Material von Dreck und Schlamm zu reinigen… .

Nachdem das THW Naila mit ersten Einsätzen zum Hochwasser 2013 in vogtländischen Reichenbach tätig war und die dortigen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung der Wassermassen unterstützt hat, wurde der Ortsverband Naila mit seiner gesamten Pumpenausstattung zum Brennpunkt nach Passau beordert. Am frühen Morgen des 4. Juni machte sich die Fahrzeugkolonne auf den Weg in die südlichen Hochwassergebiete um in der "Dreiflüssestadt" zum Einsatz zu kommen. Gegen 11 Uhr war die Mannschaft in Passau eingetroffen und meldete sich sogleich bei der Einsatzleitung im Bereitstellungraum ander Passauer Dreiländerhalle an.

Bereits am 2.6.2013 gegen 18:00Uhr wurde das THW Naila zur Hochwasserunterstützung gerufen. Der Orstverband Reichenbach hatte um Unterstützung beim Sandsack-Transport gebeten. Daraufhin machten sich sechs Helfer mit einem MTW und einen MLW4 zur Abfahrt bereit. Der restliche Zug mit Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen steht derzeit abfahrtbereit in Alarmbereitschaft an der Unterkunft.

Kurz nach dem Verschaffen des ersten Überblicks alarmierte die Einsatzleitung der Feuerwehr Naila das THW-Naila zu einem Bauunfall in Naila.

So lief die Alarmierung der Helfer am Freitag vormittag ab ca. 10.00 Uhr an. Anschließend liefen die Bergungsmaßnahmen mit 15 Helfern zusammen mit den Mitgliedern der Nailaer Feuerwehr an. Doch was war geschehen? Dies bleibt die zu klärende Frage durch die vielen amtlichen Stellen vor Ort. Nach der Alarmierung durch eine Ersthelferin zeigten sich die Folgen des verheerenden Geschehens rasch. Ein Bauarbeiter war an bzw. in einem ca. 5m tiefen Schacht durch abrutschendes Erdreich verschüttet worden und dabei zu Tode gekommen.
Die Bergung des Toten konnte erst ungefähr 5 Stunden später erfolgen, da die Baugrube zunächst auf der gesamten Länge abgestützt werden musste, um einen gesicherten Zugang für die Hilfskräfte zu gewährleisten und Ermittlungsuntersuchungen zu ermöglichen.
Erschwerend kamen zu der ohnehin bereits belastenden und anstrengenden Arbeit noch die hohen Temperaturen an diesem Tage hinzu.

Abschließend ist die sehr gute Zusammenarbeit besonders mit den Feuerwehrkräften aus Naila und das professionelle Vorgehen aller Geforderten bei diesem Einsatz hervorzuheben.

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