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Einsätze THW Naila
Einsätze THW Naila

Einsätze THW Naila (114)

Der eigentliche Held in diesem Bericht ist unser Helfer Marco Knörnschild und seine Zivilcourage. Beim morgendlichen Spaziergang fiel ihm auf, dass auf dem Gleis der Bahnlinie Bad Steben-Naila auf Höhe des Einstieges Klingensporn Bäume auf den Gleisen lagen.

Ende November erhielt unser Auslandsprofi Wolfgang Peter die Ankündigung für einen bevorstehenden Einsatz in Uganda. Letztlich ging es dann so schnell los, dass er nicht einmal mehr zur Jahresabschlussfeier am 29.11. verabschiedet werden konnte, da er an diesem Abend bereits in Frankfurt auf seinen Abflug wartete.

Den Wintereinbruch bekam auch das THW Naila am 15.11.07 zu spüren.

Um 19:55Uhr wurden die Funkwecker über die EZ Hof alarmiert. "Alarm für THW Naila Verkehrsabsicherung BAB 72  meherer querstehende LKW, Winterausrüstung ist dringend erforderlich!" so lautete die Durchsage.

Bereits um 6min später rückten 2 Fahrzeuge mit sieben Mann Besatzung aus. Auf der A72 angekommen wurden in beiden Fahrtrichtungen Verkehrsabsicherungen durchgeführt.

Gegen 22:30 Uhr rollte der Verkehr wieder und die Einsatzkräfte konnten zurück zur Unterkunft.

Gegen 13:20 Uhr wurde das THW  Naila aufgrund eines Schweren Verkehrsunfalls bei Parkplatz Lipperts, zur Verkehrsabsicherung alarmiert.

Am 27.07.07 wurde das THW gegn 13:30Uhr auf die A9 gerufen, da sich durch den starken Ferienverkehr ein Rückstau zwischen Münchberg und Hof gebildet hatte.

Schon kurz nach der Rückkehr vom letzten Einsatz wurde das THW Naila erneut alarmiert. Ein LKW durchbrach die Mittelleitplanke auf Höhe AS Hof-West. Das THW wurde von der Polizei zur Absicherung in beiden Fahrtrichtungen angefordert.

Am Morgen des 26.07 wurde das THW  zur Verkehrsabsicherung auf die BAB 9 zwischen AS Münchberg Süd und Gefrees eingestetz. Aufgrund einer Tagesbaustelle kam es bis 16 Uhr immer wieder zu Kilometer langen Staus.

Gegen neun Uhr morgens wurde das THW Naila von der VPI Hof alarmiert um eine Verkehrsabsicherung auf der A9 zu übernehmen. Bereits 4 Minuten später rollte ein Fahrzeug in Richtung Autobahn um einen Stau bei Münchberg abzusichern, der sich aufgrund einer Baustelle gebildet hatte.

Nach zwei Stunden hieß es wieder " Freie Fahrt " und der Einsatz konnte erfolgreich beendet werden.

Wie bereits in den Medien berichtet, löste der Landkreis Forchheim in der Nacht vom 21.7 auf 22.7.07 Katastrophenalarm aus. Grund hierfür waren extrem starke Niederschläge die viele Ortsteile überfluteten. Auch der Ortsverband Naila war dorthin zum Hilfseinsatz beordert worden.

Vier Wochen konnte Wolfgang Peter im Auftrag der europäischen Union sein Spezialwissen zu Trinkwasseranalysen in Bolivien zum Einsatz bringen. Was war der Anlaß: Durch das Wetterphänomen "El Nino" war eine Fläche, die den Ländern Bayern und Baden-Würtemberg zusammengenommen entspricht, teils haushoch überflutet.

Die Bundesregierung hatte auf die Bitte der EU hin, das technische Hilfswerk mit der Umsetzung des Anliegens, auf zunächst zwei Wochen begrenzt, beauftragt. Und so machte sich Wolfgang Anfang März auf nach La Paz. Von dort aus ging es dann in die Provinz Beni. Dies geschah per Helikopter, was neben Booten auch in den folgenden Wochen das Hauptfortbewegungsmittel sein sollte.

Das mitgebrachte mobile Trinkwasserlabor kam dann auch zuerst in der Stadt Trinidad zum Einsatz. Später ging es dann aufs Land wo häufig Brunnen oder Hochbehälter zu analysieren waren. In der Zwischenzeit hatte sich auch gezeigt, dass genau die Analyse des Wassers ein Engpaß bei den Hilfseinheiten war, weshalb der Einsatz auf vier Wochen ausgedehnt wurde. Je nach Analyseergebnis wurden dann Hilfseinheiten aus Bolivien mit Abhilfemaßnahmen wie Grundreinigung, Abdichtungen, chemischen Zusätzen etc. beauftragt.

Während des Einsatzes wurden insgesamt an 72 Stellen Analysen durchgeführt und davon mußten 96% als nicht trinkbar, eingestuft werden. Das über die Hochwasserkatastrophe hinaus bedrohliche war, dass die in diesem Gebiet lebenden Tiere zum Großteil ertrunken waren und somit neben der Wasserverschmutzung auch lebensbedrohliche Keime und Bakterien im Wasser waren, die meist armen Menschen aber auch kein Brennholz mehr hatten, um zumindest ein Abkochen zu ermöglichen.

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