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Sonntag, den 15. Mai 2005 um 13:02 Uhr

Auslandseinsatz auf Simeulue

Der letzte Auslandseinsatz für Helfer des Ortsverbandes Naila liegt gerade etwas mehr als vier Monate zurück. Doch schon wieder wurde über die SEEWA ein Auslandseinsatz angefragt und durch unseren erfahrendsten Auslands- und Trinkwasserexperten Wolfgang Peter angenommen.
Wie bei nahezu allen Auslandseinsätzen sind auch hier die Umstände in keiner Weise mit denen der Tsunamikatastrophe zu vergleichen. So weiß beispielsweise heute
jeder, wenn nur das Wort Tsunami fällt, um welch dramatische Katastrophe es sich damals handelte. Aber wer kann sich heute noch an diese eher kurze Meldung erinnern, die bereits am nächsten Tag aus den Medien verschwunden war. Es war kurz nach Ostern, als gemeldet wurde, dass in Indonesien nicht allzu weit vom inzwischen berühmten Banda Aceh ein Erdbeben die Region verwüstet hatte.

Dies war nun der Anlass, dass die SEEWA erneut ihre Mitglieder aus den Ortsverbänden zum Einsatz rief. Der Einsatzort wurde mit der Insel Simeulue in der Stadt Sinabang angegeben. Wolfgang konnte sich nach der mehrere Tage dauernden strapaziösen Anreise selbst rasch ein Bild vom Anforderungsgrund, nämlich der zerstörten Infrastruktur der Insel, machen. Simeulue war durch das Erdbeben um 1,5 Meter weiter aus dem Meer angehoben worden, wodurch man sich die daraus resultierenden Schäden noch kaum vorstellen kann.

Durch die knappe Besetzung mit 5 Helfern und die extremen äußeren Bedingungen sollte sich der Einsatz, der über 14 Tage vom 24.4. bis 8.5.dauerte, als einer der Anstrengendsten erweisen. Nach der Übergabe durch den Vorgängertrupp war eine der ersten Aufgaben die Trinkwasserversorgung des Krankenhauses. Hier musste eine Umkehrosmoseanlage mit einer Stundenleistung von 500 Litern in Betrieb genommen werden, da der Brunnen des Krankenhauses mit Salz- und Brackwasser verseucht war. In den weiteren Tagen wurde eine zweite Anlage außerhalb der Stadt am Dschungelrand betreut. Diese Anlage vom Typ Berkefeld mit 6000 Litern pro Stunde erzeugte das Trinkwasser für die Bevölkerung. Die Verteilung wurde mittels Tankwagen vorgenommen. Wegen des großen Bedarfs musste sogar noch eine dritte Anlage gleichen Typs errichtet werden. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass neben dem Aufbau der Anlagen eigentlich bereits der Betrieb ein Fulltimejob ist. Den nüchternen Angaben der geleisteten Arbeit sollten noch einige Informationen zu den Arbeitsbedingungen die Leistungen der Helfer herausstellen. In Sinabang herrschen tagsüber ca. 35-40° Celsius, das jedoch bei 100% Luftfeuchte. Auch sollte man nicht glauben, dass die häufigen starken Niederschläge irgendeine Abkühlung bringen. Abends ab ca. 19.00 Uhr bis weit in die Nacht fallen Moskitos über die Insel her, was so unerträglich ist, dass in dieser Zeit kaum Betreuung der Anlagen möglich war. War dies überstanden, so konnte dann an die Ernährung in Form von mitgebrachten Fertiggerichten gedacht werden und anschließend in den Zelten schweißgebadet nach Schlaf gesucht werden- und dies alles bei häufigen Nachbeben bis zur Stärke 6,5 .
Bleibt uns auch von dieser Stelle unseren Helfern nochmals vielen Dank zu sagen . Außerdem sollte es bald neue Berichte aus Simeulue geben, da ein weiterer Helfer aus dem Ortsverband Naila, Christoph Winkler, mit der Ablösung von Wolfgang Peter Aufgaben im Katastrophengebiet übernommen hat.


Bilder-Galerie:

SEEWA Einsatz Simeulue
  • SEEWA Einsatz Simeulue
  • Beschreibung: Auslandseinsatz der SEEWA
SEEWA Einsatz Simeulue
  • SEEWA Einsatz Simeulue
  • Beschreibung: Auslandseinsatz der SEEWA
SEEWA Einsatz Simeulue
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  • Beschreibung: Auslandseinsatz der SEEWA
SEEWA Einsatz Simeulue
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  • Beschreibung: Auslandseinsatz der SEEWA
SEEWA Einsatz Simeulue
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  • Beschreibung: Auslandseinsatz der SEEWA
Samstag, den 30. April 2005 um 13:02 Uhr

Hochwasser in Arles (Frankreich) - THW Naila im Einsatz

THW-Spezialisten aus Hof und Naila kämpfen in der Region Arles in Frankreich gegen die Fluten

Seit gestern sind in den Hochwassergebieten in Frankreich auch zwei THW-Teams aus Hof und Naila mit im Einsatz. Die Spezialisten kämpfen gegen die Fluten, pumpen Wasser ab, sichern die Elektrizitätsversorgung und retten MEnschen aus dem Katastrophengebiet.

Freitagmorgen war es so weit: Die Ortsverbände Naila und Hof des Technischen Hilfswerkes rücken gemeinsam aus, um in den französischen Hochwassergebieten um die Stadt Arles zu helfen. Das voraussichtliche Ziel der Hilfsmission ist ein Industriegebiet in der überfluteten Stadt.

Was die Helfer dort genau erwartet ist ungewiss. Markus Gemeinhardt, Ortsbeauftragter für Naila der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, umriss gestern auf Anfrage unserer Zeitung jedoch die Aufgaben der Teams: „Unsere Leute sind auf Pumparbeiten, Elektroversorgung sowie die Rettung von Personen und Sachwerten trainiert.“ Aus Hof ist deshalb die Fachgruppe Elektroversorgung samt Beleuchtungsgruppe mit insgesamt sieben Helfern in dem Krisengebiet tätig; der Ortsverband Naila stellt seine Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen (kurz WP) mit sechs Helfern. Die Gruppen werden voraussichtlich gemeinsam arbeiten.

Der Alarm für die Helfer wurde am 5. Dezember 2003 um 0:20 Uhr ausgelöst, nachdem am Abend zuvor die französische Regierung das Hilfsangebot der Bundesregierung angenommen hatte. „Das war alles sehr spontan.", erinnert sich Gemeinhardt. „Vor allem mit den Arbeitgebern gab es Probleme, weil wir gar keine Zeit hatten, sie über den Alarm zu informieren."

Nach Informationen der Hofer THW-Sachbearbeiterin Nora Reisig trafen die oberfränkischen Helfer dann am 5.Dezember 2003 morgens am Sammelpunkt in Neu-Ulm ein. Dort vereinigten sie sich mit anderen Gruppen aus dem ganzen Bundesgebiet zu insgesamt sieben Verbänden, die nacheinander nach Frankreich aufbrachen. Gegen 15:00 Uhr war die Kolonne mit den Teams aus Hof und Naila auf dem Weg nach Kehl an der französischen Grenze. Dort stand dann eine Pflichtpause an, bevor sich die Hilfskräfte mit Polizei-Eskorte auf den Weg ins Katastrophengebiet machen konnten.

Dienstag, den 12. April 2005 um 13:01 Uhr

Hochwassereinsatz in Otrokovice (Tschechien)

Am Mittwoch, den 23. Juli 1997 um 17:30 Uhr kam von der THW-Leitung in Bonn die EInsatz-Order zum Auslandseinsatz in die Tschechische Republik. Grund hierfür war das "Jahrhundert-Hochwasser", welches auch in vielen Teilen Deutschlands erhebliche Schäden anrichtete.

Freitag, den 11. Juni 2010 um 20:26 Uhr

Über das Technische Hilfswerk

Das Aufgabenspektrum des Technischen Hilfswerkes– keine Angst vor großen Herausforderungen.
Es ist das vielfältige Aufgabenspektrum, das Engagement und die Qualität ihrer Arbeit, mit der sich die Angehörigen des THW seit der Gründung des THW im Jahr 1950 im In- und Ausland ihren guten Ruf erarbeitet haben.  Egal, welche Art der technischen Hilfeleistung benötigt wird, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des THW beherrschen ihr Handwerk. 

Technische Gefahrenabwehr

  • Orten, Retten und Bergen
  • Räumen und Sprengen
  • Retten aus Wassergefahren
  • Bekämpfen von Überflutungen und Überschwemmungen
  • Beleuchten von Einsatzstellen

Technische Hilfe im Bereich der Infrastruktur

  • Elektroversorgung
  • Trinkwasserversorgung
  • Abwasserentsorgung
  • Brückenbau

Führung/ Kommunikation, Logistik

  • Einrichten und Betreiben von Führungsstellen
  • Führungsunterstützung
  • Einrichtung temporärer Telekommunikationssysteme
  • Einrichten und Betreiben von Logistikstützpunkten
  • Verpflegung und Betreuung von Einsatzkräften
  • Materialerhaltung, Reparatur- und Wartungsarbeiten für Einsatzausstattung
  • Verbrauchsgütertransport für Einsatzbedarf

Technische Hilfe im Umweltschutz

  • Ölschadenbekämpfung
  • Wasseranalyse

Versorgung der Bevölkerung

  • Strom- und Trinkwasserversorgung
  • Abwasserentsorgung
  • Errichtung und Einrichtung von Notunterkünften und Sammelplätzen mit entsprechender Infrastruktur

Weitere technische Hilfeleistungen

  • Technische Hilfe auf Verkehrswegen
  • Höhenrettung
  • Tauchen
  • Behelfsmäßiger Straßenbau
  • Wartung von Zivilschutzeinrichtungen (Notbrunnen, Schutzräume)

 

Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 17:35 Uhr

Der Ortsverband Naila

Der Ortsverband Naila gehört der Geschäftsstelle Hof an. Diese wiederum ist Bestandteil des Landesverbandes Bayern. Unsere Unterkunft liegt in Naila verkehrsgünstig neben der B173, worüber auch die Autobahnen A9, A72 und A93 in wenigen Minuten erreichbar sind.

Der Ortsverband mit der Unterkunft und dem Garagentrakt ist wichtiger Bestandteil im THW-System der logistischen "Servicestationen" bei Einsätzen.
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